Satzung & Ehrenratsordnung

in der Fassung vom 14.11.2018

§ 1

Name, Sitz

(1) Der Verein führt den Namen „Sportverein für Gebrauchshunde Visselhövede und Umgebung e.V.“.

(2) Der Verein hat seinen Sitz in Visselhövede und soll in das Vereinsregister des Amtsgerichts Rotenburg (Wümme) eingetragen werden.

§ 2

Geschäftsjahr, Erfüllungsort, Gerichtsstand

(1) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(2) Erfüllungsort und Gerichtsstand ist in allen Angelegenheiten der Sitz des Vereins.

§ 3

Zweck

(1) Der Verein verfolgt keinen wirtschaftlichen, politischen oder religiösen Zweck. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

(2) Der Zweck des Vereins ist die Ausbildung von Hunden unter Beachtung gesetzlicher Bestimmungen, insbesondere den Tierschutz betreffend, die Durchführung von Leistungsprüfungen, Vermittlung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Hunden sowie die Förderung des allgemeinen Interesses am Hundesport.

§ 4

Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft kann jeder Freund von Hunden erwerben.

(2) Minderjährige können mit Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter die Mitgliedschaft erwerben.

(3) Familienangehörige von Vereinsmitgliedern können als vollberechtigte Mitglieder beitreten. Sie entrichten einen von der Mitgliederversammlung festzusetzenden ermäßigten Beitrag. Als Familienangehörige gelten Ehegatten, Verlobte und Verwandte in auf- und absteigender Linie, die mit dem Vereinsmitglied in häuslicher Gemeinschaft leben.

(4) Zum Erwerb der Mitgliedschaft ist die Einreichung eines vollständig ausgefüllten Aufnahmeantrages erforderlich. Im Falle der Ablehnung brauchen keine Gründe angegeben zu werden.

(5) Mit der Aufnahme in den Verein ist die Mitgliedschaft in dem Dachverband, dem der Verein angehört, verpflichtend.

§ 4a

Fördernde Mitglieder

(1) Für den Erwerb der Fördermitgliedschaft gilt § 4 Abs. 1-4 entsprechend.

(2) Fördermitglieder haben in der Mitgliederversammlung Rede-, Antrags- und Stimmrecht, jedoch kein passives Wahlrecht.

(3) Eine bestehende Mitgliedschaft kann auf Antrag in eine Fördermitgliedschaft umgewandelt werden, beginnend mit dem auf den Antrag folgenden Kalenderjahr. Die Mitgliedschaft kann ohne erneute Zahlung der Aufnahmegebühr –ausgenommen Personen, die beim Vereinseintritt eine ermäßigte Aufnahmegebühr gezahlt haben – wieder in die aktive Mitgliedschaftumgewandelt werden.

§ 5

Ehrenmitgliedschaft

(1) Ehrenmitglieder können verdiente Persönlichkeiten werden, die sich in der Vereinsarbeit besonders hervorgetan haben.

(2) Ehrenmitglieder werden durch die Mitgliederversammlung ernannt.

(3) Ehrenmitglieder sind von der Pflicht zur Beitragszahlung an den Verein und an den Dachverband befreit.

§ 6

Ende der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft endet

a) durch freiwilligen Austritt, der jederzeit zumEnde des laufenden Kalenderjahres erklärt werden kann; dieses hat bis zum 30. September des laufenden Jahres beim Vorstand desVereins zu erfolgen oder

b) durch Tod oder

c) durch Ausschluss aus dem Verein.

(2) Ausscheidende Mitglieder haben kein Recht auf das Vereinsvermögen. Sie sind dagegen zurZahlung des Jahresbeitrages für das laufende Geschäftsjahr sowie der sonst fällig gewordenen Leistungen verpflichtet.

§ 7

Verlust der Mitgliedschaft, Verweis, Verwarnung

(1) Der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Verein erfolgt wegen schwerer Verletzungen der Mitgliederpflichten.

(2) Der Ausschluss kann erfolgen:

a) bei Verletzung der Satzung oder der Interessen des Vereins,

b) bei erheblicher Störung des Vereinsfriedens,

c) bei Beitragsrückständen von mehr als zwei Jahren,

d) bei Verletzung des Tierschutzgesetzes.

(3) Über den Ausschluss beschließt der Vorstand des Vereins. Der Ausschluss bedarf der Begründung und ist durch die Mitgliederversammlung zu bestätigen. Das ausgeschlossene Mitglied verliert die Mitgliedsrechte mit sofortiger Wirkung.

(4) Anstelle des Ausschlusses kann dem Mitglied eine Verwarnung oder ein Verweiserteilt werden, wenn ein leichterer Fall vorliegt oder aus anderen Gründen ein Ausschluss des Mitgliedes unbillig erscheint, nicht jedoch dann, wenn der Ausschluss erfolgen muss.

(5) Für ausgeschlossene Mitglieder gilt § 6 Abs.2 entsprechend.

§ 8

Rechte und Pflichten der Mitglieder

(1) Alle Mitglieder sind innerhalb des Vereinsantragsberechtigt.

(2) Alle Mitglieder können zu jedem Amt innerhalb des Vereins gewählt werden. Hiervon ausgenommen sind fördernde Mitglieder (s. § 4a).

(3) Die Mitglieder sind verpflichtet

a) die Bestrebungen des Vereins durch tatkräftige Mitarbeit und regen Versammlungsbesuch zu fördern und die Bestimmungen des Vereins einzuhalten sowie die Beschlüsse des Vereins zu befolgen,

b) die Hundezucht und –haltung ernsthaft und redlich zu betreiben, ihre Tiere gewissenhaft zu pflegen und sie frei von Krankheiten zu halten,

c) ihren finanziellen Verpflichtungen dem Verein gegenüber stets pünktlich nachzukommen. Der von der Mitgliederversammlung festgesetzte Jahresbeitrag ist unaufgefordert bis zum 1. April eines jeden Jahres zu zahlen.

§ 9

Ehrenämter

(1) Sämtliche Vereinsämter sind Ehrenämter.

(2) Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder erhalten alle notwendigen baren Auslagen für Telefon, Porto, Fahrtkosten usw. ersetzt, sowie die verauslagten Spesen erstattet.

(3) Ein Ehrenamt endet, abgesehen vom Zeitablauf oder Ausschluss aus dem Verein,wenn dem Inhaber in einer Hauptversammlung durch mindestens 50 % der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder das Misstrauen ausgesprochen wird.

§ 10

Die Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins.

(2) Die Mitgliederversammlung wird nach Bedarf oder auf Antrag eines Mitglieds von der/dem ersten Vorsitzenden einberufen. Durch die Mitgliederversammlung wird nach Beratung über eingegangene Anträge und Vorschläge abgestimmt.

§ 11

Die Jahreshauptversammlung

(1) Die Jahreshauptversammlung findet im ersten Quartal eines jeden Jahres statt und ist vom ersten Vorsitzenden des Vereins einzuberufen. Geladen werden die stimmberechtigten Mitglieder des Vereins. Bei der Einladung sind Ort und Zeit der Tagung sowie die Tagesordnung anzugeben.

(2) Zwischen der Absendung oder Veröffentlichung der Einladung und dem Tage der Jahreshauptversammlung soll eine Frist von vier Wochen liegen. Anträge müssen spätestens zwei Wochen vor der Versammlung beim Vorstand des Vereins eingegangen sein.

(3) Die Tagesordnung hat insbesondere folgende Punkte zu enthalten:

a) Entgegennahme des Geschäftsberichts des ersten Vorsitzenden,

b) Entgegennahme des Berichts des Kassierers,

c) Abberufung und Entlastung des Vorstands (alle vier Jahre)

d) Wahl des aus drei Mitgliedern bestehenden Wahlausschusses,

e) Neuwahl des ersten Vorsitzenden des Vereins und der anderen Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes für vier Jahre,

f) Beschlussfassung über fristgerecht beantragte Änderungen der Satzung,

g) Verschiedenes.

(4) Bei Beschlüssen entscheidet die einfache Stimmenmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des ersten Vorsitzenden. Bei einer Satzungsänderung ist dagegen eine Zweidrittel-mehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich.

(5) Die Art der Abstimmung, ob geheime oder offene Wahl, wird durch die Mitgliederversammlung bestimmt. Die Wahl des ersten Vorsitzenden erfolgt unter der Leitung des Wahlausschusses. Wahlen und Abstimmungen können durch Handzeichen erfolgen.

(6) Über den wesentlichen Inhalt jeder Mitgliederversammlung und der gefassten Beschlüsse ist ein Protokoll zu führen, das vom ersten Vorsitzenden und dem Protokollführer zu unterschreiben ist.

§ 12

Die außerordentliche Hauptversammlung

(1) Sie kann durch den ersten Vorsitzenden jederzeit einberufen werden. Der erste Vorsitzende ist zur Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung verpflichtet, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder einen entsprechenden Antrag einbringt.

(2) Hinsichtlich der Ladung gilt § 11 entsprechend.

§ 13

Die Vorstandschaft

(1) Gesetzlicher Vorstand für die Dauer von vier Jahren sind der erste und der zweite Vorsitzende des Vereins. Ihnen obliegen

a) die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung des Vereins (§ 26 BGB),

b) die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlungen und des geschäftsführenden Vorstandes,

c) der Vorsitz in den Mitgliederversammlungen und im geschäftsführenden Vorstand,

d) die ihnen in der Satzung übertragenen Aufgaben. Scheiden der erste oder der zweite Vorsitzende im Laufe ihrer Amtsperiode aus dem Verein aus, dann wird vom erweiterten Vorstand ein Mitglied kommissarisch berufen, welches dieses Amt bis zur Hauptversammlung oder außerordentlichen Hauptversammlung ausübt.

(2) Der geschäftsführende Vorstand besteht aus dem ersten Vorsitzenden, dem zweiten Vorsitzenden, dem Kassierer und dem Schriftführer. Die Wahl gilt für die Dauer von vier Jahren. Nach Ablauf seiner Amtszeit bleibt der geschäftsführende Vorstand bis zur nächsten Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig. Dem geschäftsführenden Vorstand obliegen:

a) die Erledigung aller Vereinsgeschäfte, soweit nicht die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung oder des erweiterten Vorstandes gegeben ist,

b) die ihm in der Satzung oder durch Beschluss der Mitgliederversammlung übertragenenweiteren Aufgaben.

(3) Der zweite Vorsitzende vertritt den ersten Vorsitzenden in der Geschäftsführung, d.h. im ersten Vereinsbetrieb. Insoweit ist der zweite Vorsitzende der ständige Vertreter des ersten Vorsitzenden.

(4) Der erweiterte Vorstand kann aus den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes und weiteren durch die Mitgliederversammlung zu bestimmenden Mitgliedern (Übungswarte, Pressewart) bestehen.

§ 14

Rechnungsprüfung

(1) Die Prüfung der finanziellen Verhältnisse des Vereins erfolgt durch zwei von der Mitgliederversammlung bestimmte Rechnungs- und Kassenprüfer.

(2) Die Rechnungs- und Kassenprüfer haben fürdie nächste Jahreshauptversammlung einen Prüfungsbericht zu erstellen, der sich nicht nur auf die rechnerische Richtigkeit, sondern auch darauf zu erstrecken hat, ob bei den Ausgaben auch die erforderliche Wirtschaftlichkeit beachtet wurde. Der Prüfungsbericht darf nicht mehr als einen Monat vor der Jahreshauptversammlung zurückliegen.

§ 14 a

Ehrenrat

Von der Mitgliederversammlung werden drei Vereinsmitglieder für die Dauer von drei Jahren in den Ehrenrat gewählt. Verfahren und Zuständigkeiten richten sich nach der Ehrenratsordnung, die Bestandteil des § 14a dieser Satzung ist. Die Ehrenratsordnung tritt am 08. Mai 1998 in Kraft.

§ 14b

Datenschutzerklärung

(1) Zur Erfüllung des Zwecks und der Aufgaben des Vereins werden unter Beachtung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) personenbezogene Daten der Mitglieder im Verein erhoben, gespeichert und verarbeitet.

(2) Einzelheiten zum Datenschutz ergeben sich aus der Datenschutzordnung, die nicht Bestandteil der Satzung ist und deren Verabschiedung dem Vorstand obliegt.

(3) Der Vorstand kann weitere Ordnungen erlassen.

§ 15

Auflösung und Liquidation des Vereins

(1) Die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Viertel der stimmberechtigten Mitglieder beschlossenwerden.

(2) Die Versammlung ist nur beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder erschienen ist.

(3) Ist die erste Versammlung nicht beschlussfähig, so ist eine zweite vom ersten Vorsitzenden einzuberufen. Diese Mitgliederversammlung ist dann ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder mit Dreiviertelmehrheit beschlussfähig.

(4) Im Falle der Auflösung fällt das Vermögeneiner tierschützenden Organisation zu, die dieses unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§ 16

Inkrafttreten

Diese Satzung tritt auf Beschluss der Mitgliederversammlung des Sportvereins für Gebrauchshunde Visselhövede und Umgebung e.V. mit Wirkung vom 5. August 1983 in Kraft.

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Zusatz 1:

Der Sportverein für Gebrauchshunde Visselhövede und Umgebung e.V. wurde am 9. September 1983 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Rotenburg (Wümme) unter der Nummer 475 eingetragen.

Zusatz 2:

1. Satzungsänderung (Hinzufügen des § 14a) durch Beschluss der Mitgliederversammlung(JHV) vom 13.02.1999.

Zusatz 3:

2. Satzungsänderung (Änderung § 3 Abs. 2, § 7 Abs. 2 Buchst. d und § 10 Abs. 2 Satz 1,Hinzufügen des § 4 Abs.5, § 4a, § 5 Abs. 3, § 8Abs. 2 Satz 2 und § 14b) durch Beschluss der Mitgliederversammlung (AHV) vom 14.11.2018.

Ehrenratsordnung

1. Allgemeines

Der Ehrenrat wird durch die Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt. Er besteht aus drei Mitgliedern: Dem Vorsitzenden und zwei Beisitzern. Jedes Ehrenratsmitglied führt während der Wahlperiode ein Jahr den Vorsitz. Er hat zu jeder Jahreshauptversammlung einen Tätigkeitsbericht abzugeben. Notwendige Auslagen sind den Ehrenratsmitgliedern zu erstatten.

2. Zuständigkeit

Oberstes Ziel des Ehrenrates ist die Schlichtung von Konflikten. Der Ehrenrat entscheidet in allen Streitfällen der Mitglieder untereinander oder mit dem Vorstand, welche nicht durch die Beteiligten untereinander oder vom Vorstand beigelegt werden können. Seiner Entscheidung hat der Ehrenrat die Regeln der Satzung des Vereins zugrunde zulegen. Gegebenenfalls sind die Satzungen und Ordnungen des DVG und des VDH heranzuziehen. Jedes Mitglied des Ehrenrates ist von der Mitwirkung an einem Verfahren und bei der Entscheidung ausgeschlossen, wenn es selbst unmittelbar Beteiligter oder ein Angehöriger beteiligt ist. Ist der Vorsitzende betroffen, ist von den verbleibenden Ehrenratsmitgliedern ein Vertreter zu benennen.

3. Verfahren

Der Ehrenrat wird auf schriftlichen Antrag eines Antragstellers tätig. Zur Antragstellung sind Vorstand und Mitglieder gleichermaßen befugt. Der Ehrenratsvorsitzende kann gegebenenfalls einen Antrag zurückweisen. Ist der Antrag angenommen, wird eine mündliche Verhandlung angesetzt, bei der der Antragsteller, der Antragsgegner sowie eventuell Zeugen gehört werden müssen. Der Ehrenratsvorsitzende hat die mündliche Verhandlung so vorzubereiten, dass möglichst in einem Termin abschließend entschieden werden kann. Bei der Entscheidung dürfen nur Mitglieder des Ehrenrates anwesend sein. Alle Mitglieder des Ehrenrates sind über den Hergang der Beratung und Abstimmung zum Stillschweigen verpflichtet. Der Ehrenrat entscheidet mit einfacher Mehrheit. Ist dies nicht möglich, entscheidet der Vorsitzende. Die Entscheidung ist den Beteiligten schriftlich mitzuteilen und auf der nächsten Mitgliederversammlung den Mitgliedern bekannt zugeben. Entscheidungen des Ehrenrates werden vom Vorstand vollstreckt. Der Mitgliederversammlung steht das Recht zu, im Gnadenwege Vereinsstrafen zu mildern oder zu erlassen.