Schutzdienst

Viele Menschen haben leider sehr grosse Bedenken und auch Ängste, wenn es um den Schutzhundsport – oder wie er neuerdings genannt wird: vor der Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (VPG).
Oft ergeben sich diese Vorbehalte durch Unwissenheit oder auch durch falsche Medienberichterstattung.
Das Wichtigste vorweg: dieser Sport unterscheidet sich grundsätzlich von der Arbeit und Ausbildung eines Diensthundes von Polizei oder Bundesgrenzschutz.
Bei der Vielseitigkeit wird der Hund auf einen sogenannten Beutearm trainiert. Für den Hund ist dieser Ärmel nichts anderes als ein Spielzeug – wie für andere Hunde der Ball oder das Stöckchen. Würden die Hunde “scharf” gemacht, würde sich wahrscheinlich kein Helfer und auch kein Prüfer mehr finden, der sich dann noch freiwillig auf den Platz stellen würden.
Die wichtigste Voraussetzung, um einen Hund im Schutzhundsport auszubilden, ist sehr viel Zeit und Geduld, ein Hund mit grossem Spieltrieb und auch einer gewissen Nervenstärke.
Von der Kompetenz des Helfers – oder auch Figurant genannt – hängt sehr viel ab. Ein Helfer darf nicht unbeherrscht sein, er muss sich jederzeit in der Gewalt haben und das Wichtigste ist: er muss jeden Hund gleichmässig arbeiten können, ein grosses Wissen haben und dieses auch vermitteln können, dazu noch sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen.
Aber nun zurück zum Sport. Der Schutzhundsport gliedert sich in drei Prüfungsstufen auf: Fährte, Unterordnung und Schutzdienst. Alle drei Sparten erfordern sehr viel Einsatz und Zeit vom Hundeführer, denn es ist ja nicht damit getan, dass er sich auf die Ausbilder und den Helfer verlässt. Der Hundebesitzer kennt nun mal seinen Hund am besten, daher muss er sich auch selber Gedanken über die Ausbildung machen, er muss lernen seinen Hund zu lesen und auch sich durchzusetzen, ohne dem Hund zuviel Substanz, das heisst Vertrauen und Selbstbewusstsein zu nehmen. Unten zeigen wir einige Momentaufnahmen aus Übungsbetrieb.
